Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom April, 2018 angezeigt.

Aus Flüchtlingen werden Genossenschafts-Gründer ...

Obwohl die Medien seit einiger Zeit deutlich weniger über Geflüchtete berichten, die Arbeit fängt jetzt erst an. In unseren Gemeinden, Kommunen und Städten werden intelligente Konzepte benötigt, dringend.   Wirksame Integration verlangt nach sinnvollen, nutzenstiftenden Beschäftigungs-maßnahmen, Eigenverantwortung, Zukunftsperspektiven und eine Berücksichtigung interkulturelle Belange.
Das genossenschaftliche Start-up h3-O aus Hamburg initiiert deshalb das Projekt rethink coop: Integration durch Kooperation in Kooperativen.
Die Kern-Idee dazu stammt vom Deutsch-Europäischen Genossenschafts- und PrüfungsverbandDEGP und dercoopgo Initiative. Das Konzept wurde im h3-O „Think Tank“ weiterentwickelt und ist jetzt bereit für die Umsetzung. Die Geflüchteten sollen Eigenverantwortung übernehmen, mit demokratischen Spielregeln umgehen und am Erfolg ihrer Arbeit beteiligt werden. 
Dazu gründen die Flüchtlinge gemeinsam Genossenschaften und bauen später Tochtergenossenschaften in ihren Herkunftslän…

Raiffeisen - Wofür steht das heute? (Teil 1)

Frage/n
Unsere Genossenschaft hat die Ideen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen intensiv diskutiert. Uns ging es vor allem darum, zu erkennen, was Genossenschaft heute bedeutet. Dann haben wir uns die „Westwälder Erklärung“ angeschaut und versuchten zu erkennen, was die „Nachfolger“ dazu für Ideen haben. Dort wird festgestellt: „Die Genossenschaften in Deutschland nehmen den 200. Geburtstags Raiffeisen zum Anlass, sich auf gemeinsame gesellschaftliche Ziele zu verständigen. Für diese Ziele wollen wir arbeiten und die Menschen begeistern. …
Fortsetzung der Frage(n)
Dann folgt das 1. Ziel:
„Die soziale Marktwirtschaft erhalten“.
Als wir das gelesen haben, brach nur noch Gelächter aus …. Das kann doch nicht im Ernst die Aufgabe von Genossenschaften oder Genossenschaftsverbänden sein.
Hört sich nicht an wie: „Wir wollen unsere Krankheiten erhalten, damit es unseren Ärztegenossenschaften weiterhin gut geht“? ….
Haben diese Funktionäre überhaupt nicht begriffen, dass Genossenschaft eine „Miteinan…

Raiffeisen - Wofür steht das heute? (Teil 2)

Antworten Wir möchten unsere Antworten relativ kurz halten aus folgenden Gründen: a.Sind die Fragen recht lang formuliert und mit vielen (möglichen) Antworten versehen. b.Gehen wir davon aus, dass zu diesem Thema weitere Fragen kommen werden; einige liegen uns bereits vor.
Zum Sachverhalt als solchen:
Wir teilen Ihre Einschätzung, dass mit ungewöhnlich viel Aufwand auf die frühere Situation eingegangen wurde und sehr wenig zur Gegenwart und Zukunft ausgeführt wurde. Damit meinen wir nicht, dass zu wenig „aufgeschrieben“ wurde, sondern dass man eher wenig (neue) „Substanz“ erfährt.
Man kann doch nicht wirklich im Ernst meinen, dass nur allein schon, wenn man den Namen „Raiffeisen“ nutzt, alles zu „glänzen“ beginnt. Ist das wirklich so schwer zu erkennen, dass vor allem Jugendliche beim Thema „Genossenschaft“, eher an „Bürokratie“, wie an „Faszination“ denken. Sie diese „heile Welt“ nicht, die die „Raiffeisen-Nachfahren“ vermitteln wollen. Auch die besten Marketing-Einsätze (wir erkennen ger…

Raiffeisen - Wofür steht das heute? (Teil 3)

Ein real-genossenschaftliches Zwischen-Resümee:
Es gibt bereits europäische Staaten, die Genossenschaften einen (kooperativen) „Nachteilsausgleich“ gewähren, die z.B. Genossenschaften allgemein, oder zumindest in einer „Startup-Phase“ steuerlich – oder durch spezielle Förderprogramme - entlasten.
Die derzeitige Situation der „Raiffeisen-Nachfolger“ ist wirklich nicht einfach. …
Sie beziehen die Mehrheit ihrer Einnahmen – was viele „Gutgläubige“ nicht wissen - aus Bereichen, die vor extrem großen Veränderungsdrücken stehen (Banken, Versicherungen, Kunstdünger, etc.), sondern auch am „Tugend-Image“ der „netten Genossenschaftler“ erheblich kratzen. … Ökologische und andere innovative Gründer werden sich nicht lange von „Genopreneurship“ blenden lassen, sofern sie mit Genossenschaftsgründung mehr verbinden, wie nur den persönlichen Vorteil. …
Es wäre also – im Interesse des gesamten deutschen Genossenschaftwesens gut, wenn die „Raiffeisen-Nachfolger“ sich – zügig nach den „Jubelfeiern“ mit …